Vier Brandeinsätze am Wochenende

Zu insgesamt vier Brandeinsätzen wurde die Feuerwehr der Stadt Schmallenberg am Wochenende alarmiert.
Am Samstag, den 20.02. wurde der Löschzug Schmallenberg um 18.22 Uhr zum Brand eines Gartenhauses in der Kampstraße alarmiert. Nach Eintreffen des Löschzuges Schmallenberg stellte sich jedoch heraus, dass es sich um ein größeres Gebäude handelte, in dem noch Personen hätte sein können. Da eine erhebliche Verrauchung vorhanden war, entschloss sich die Einsatzleitung, weitere Kräfte nachzualarmieren. Sehr schnell stellte sich dann jedoch heraus, dass es sich um eine Fehlfunktion eines Pelletofens handelte. Die Feuerwehr musste daher nur belüften.
Am Sonntag den 21.02. wurde der Löschzug Bad Fredeburg um 10.19 Uhr zu einem Brandeinsatz zur Fachklinik Hochsauerland alarmiert. Durch die automatische Brandmeldeanlage war der Leitstelle ein Feuer gemeldet worden. Bereits fünf Minuten nach Alarmierung traf das erste Fahrzeug des Löschzuges an der Einsatzstelle ein. Es handelte sich um einen Zimmerbrand in einem Aufenthaltsraum. Dieser war bereits von einem Mitarbeiter mit einem Feuerlöscher bekämpft worden. Die Klinik war bereits beim Eintreffen komplett geräumt worden. Unter umluftunabhängigem Atemschutz ging die Feuerwehr zur Brandbekämpfung vor. Es waren umfangreiche Lüftungsmaßnahem mit Überdruckbelüftungsgeräten erforderlich, um den betroffenen Klinikbereich rauchfrei zu machen. Zwei Personen mussten mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Einsatz war um 11.07 Uhr beendet.
Um 15.02. wurde der Löschzug Bad Fredeburg erneut zu einem Brand in der Fachklinik Hochsauerland alarmiert. Da bereits beim Anrücken der Feuerwehr feststand, dass es sich erneut um ein bestätigtes Feuer handelte, wurden zur Verstärkung sofort die Löschgruppen Gleidorf und Dorlar, ein Fahrzeug des Löschzuges Schmallenberg und die Atemschutzwerkstatt Grafschaft nachalarmiert. Bereits vier Minuten nach Alarmierung traf das erste Fahrzeug des Löschzuges Bad Fredeburg an der Einsatzstelle ein. In einem anderen Gebäudeteil brannte es erneut in einem Aufenthaltsraum im ersten Obergeschoss. Ein kompletter Flur nebst Patientenzimmern war stark verraucht. Die Feuerwehr löschte den Brand durch ein C-Rohr erneut unter umluftunabhängigem Atemschutz. Wegen der giftigen Brandgase waren wiederum sehr umfangreiche Lüftungsmaßnahmen mit Überdruckbelüftungsgeräten erforderlich. Bei diesem Einsatz musste ein Patient vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden. Die gesamten Umstände legten zu diesem Zeitpunkt bereits den Verdacht einer Brandstiftung nahe. Der Einsatz konnte um 16.49 Uhr beendet werden.
Um 19.31 Uhr wurde die Feuerwehr dann zum drittenmal an diesem Tag zur Hochsauerlandklinik alarmiert. Erneut war schon beim Ausrücken ein bestätigtes Feuer gemeldet. Das erste Fahrzeug des Löschzuges Bad Fredeburg traf bereits drei Minuten nach Alarmierung an der Einsatzstelle ein. Diesmal befand sich das Feuer in einem Flurbereich. Auch dieser Brand führte erneut zu einer gefährlichen Verrauchung. Zwei Patienten mussten auch bei diesem Einsatz mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden. Aufgrund der nunmehr psychisch erheblich beeinträchtigten Patienten der Klinik und der Gesamtlage, die einen erheblichen Betreuungsbedarf ergab, entschloss sich der Einsatzleiter StBI Fischer in Abstimmung mit dem Rettungsdienst des Hochsauerlandkreises um 19.57 Uhr zur Auslösung des Alarmstichwortes „Massenanfall von Verletzten“, so dass zahlreiche Kräfte des Rettungsdienstes, Ärzte und Hilfsorganisationen nachalarmiert wurden. Der Bereitstellungsraum unterhalb der Klinik wurde von Kommandofahrzeug des Löschzuges Schmallenberg organisiert. Sämtliche Patienten der Klinik wurden registriert und ärztlich untersucht. Zeitweise waren an die 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Deutschem Roten Kreuz und Polizei vor Ort.
Besonders hervorzuheben ist die vorbildliche Räumung der Klinik bei jedem Alarm durch den Betreiber und die hervorragende Zusammenarbeit mit der Einsatzleitung.
Hinsichtlich der Brandursachen muss auf die Pressemitteilungen der Polizei verwiesen werden.